Die Denkmalzone Pluwiger Hammer ist eine ehemalige Hammerschmiede und Hammerwerk mit Mahl- und Sägemühle; mit Grabensystem, Wohnhaus, Backhaus und Werksgebäuden, südlich anschließendem Garten und des oberhalb des Mühlgrabens gelegenem Ackerland aus dem frühen 19. Jahrhundert. Bis zu zehn (!) Wasserräder ("Mühlen") gleichzeitig wurden hier von einem Hammergraben betrieben, der von der Ruwer abgeleitet wurde.
Bitte beachten:
Das gesamte Gelände des ehemaligen Pluwiger Hammers ist heute in Privatbesitz. Bitte respektieren Sie die Privatsphäre und beachten Sie die entsprechenden Hinweisschilder!
Da die eigentlichen Hammerhäuser des "Pluwigerhammers" heute nicht mehr erhalten sind zeigen wir unten drei YT-Videos, die einen (Museums-) Eisenhammer in Aktion zeigen: den "Züscher Eisenhammer" (Hunsrück, ca. 2011) den "Frohnauer Hammer" (Erzgebirge), und die Hammerschmiede Seengen (Schweiz).
Das folgende YT-Video zeigt die Herstellung von "Luppen" (= Eisenschwamm, ein Zwischenerzeugnis bei der Stahlherstellung) im Rennofen bzw. Stückofen. Die Luppen wurden dann in den Hammerwerken zu schmiedbarem Eisen (= Stahl) weitererverarbeitet (in der Regel zu Barren, Eisenstäben und Blechen) .

Seit Beginn der Eisenzeit sind "Luppen" das im Rennofen ("Frischfeuer") oder im "Stückofen" hergestellte Produkt der historischen Stahlherstellung. Es sind schwammartige aussehende Eisenklumpen. Diese entstehen durch die direkte Reduktion von Erzen mit Holzkohle, ohne dass das Eisen die Schmelze erreicht. Die Luppe enthält nicht nur das gewünschte Metall, sondern auch noch unerwünschte Reste des Nebengesteins ("Gangart"), Asche und Schlacke, sowie Silizium, Mangan, Schwefel, Phosphor und vor allem Kohlenstoff, die durch zeitraubendes mehrmaliges Glühen und Hämmern "ausgetrieben" wurden. Durch den Einsatz von schwergewichtigen Großhämmern mit Wasserradantrieb konnte dieser Prozess, das "Frischen", erheblich beschleunigt werden.